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Finanzierung: Mikrokredite

  Mikrokredite Kleines Geld - Große Wirkung!

Zielgruppen für die Mikrokredite sind neben den Existenzgründern vermehrt auch bestehende Unternehmen aus Gastronomie, Dienstleistung, Handel und Handwerk.

Mikrokredite sind kleine Kredite für Freiberufler und Gewerbetreibende bis zu einer Höhe von 10.000 €. Nach erfolgter Rückzahlung können Folgekredite bis zu einer Höhe von 20.000 € beantragt werden. Mikrokredite helfen dabei schnell und unkompliziert, z. B. bei der Auftrags-finanzierung, der Umschuldung eines Konto-korrentkredits, der Finanzierung von Beratungs-leistungen, der Vorfinanzierung von Projekten, der Aufstockung von Warenbeständen oder bei Investitionen. Weiterhin dienen Mikrokredite zur Finanzierung von Gründungskosten aber auch zur Finanzierung der Erstausstattung (EDV, Büroaus-stattung, Kfz...).

Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Banken-finanzierungen ist die Tatsache, dass die Kredite beim Kapitalinstitut Deutschland flexibel und un-kompliziert ausgereicht werden und bei der Kredit-vergabe auch zum Teil bankunübliche Sicher-heiten akzeptiert werden. Auch negative Schufa - Einträge sind nicht zwingend ein Ablehnungs-grund. Viel wichtiger sind die Persönlichkeit, die Geschäftsidee, die Motivation und der Wille, den ausgereichten Kredit wieder zurück zu zahlen. Aber auch die regionalen Banken profitieren von der Mikrofinanzierung. Sind die Existenzgründer mithilfe eines Mikrokredits erfolgreich gestartet und am Markt etabliert, werden sie automatisch zu interessanten Kunden für Folgefinanzierungen.

Hintergründe

Im Bereich der Finanzierung von Gründern und bestehenden kleinen und mittleren Unternehmen bestehen in Deutschland einige Defizite. Während Existenzgründer schon lange über schlechte Zugangsmöglichkeiten zum Kapitalmarkt klagen, berichten seit der Finanzkrise auch bestehende Unternehmen immer häufiger darüber, dass sie Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung, beispielsweise für kurzfristige Auftragszwischen-finanzierungen oder Investitionen, haben. Ein Grund für die immer restriktivere Kreditvergabe ist die steigende Risikoaversion der Banken. Hinzu kommt, dass bei gewerblichen Kleinkrediten einem geringen erwarteten Ertrag ein vergleichsweise hoher Aufwand für Kreditbearbeitung/-abwicklung gegenübersteht, weshalb sich dieses Geschäfts-feld für die Banken i.d.R. nicht lohnt.

Vor diesem Hintergrund wurden von der Bundes-regierung, dem Europäischem Sozialfonds und der GLS Bank der Mikrokreditfonds Deutschland sowie das Deutsche Mikrofinanz Institut ins Leben gerufen, um den Aufbau von Mikrofinanzinstituten und die Vergabe von Mikrokrediten zu fördern.

Zunächst waren Unternehmerinnen und Migranten die Hauptzielgruppe für die Vergabe von Mikro-krediten, da sie besondere Schwierigkeiten hatten, Kredite zu bekommen. Inzwischen hat sich die Kreditvergabepraxis der Banken aber so ver-schärft, dass die Mikrokreditnehmer eher einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung darstellen.

Die Grundidee der Mikrokredite stammt aus der Entwicklungshilfe, insbesondere von Muhammad Yunus und der Grameen Bank. Durch gegen-seitiges Einstehen der v.a. weiblichen Kredit-nehmer füreinander konnten sehr hohe Rück-zahlungsquoten und damit niedrige Zinsen erreicht werden, wodurch die Abhängigkeit von redithaien vermindert und die wirtschaftliche Entwicklung der armen Bevölkerungsschichten beschleunigt werden konnte.

Philosophie

Der Mensch rückt wieder in den Mittelpunkt der Finanzierung

Die Mikrofinanzierung wird in den kommenden Jahren dazu beitragen, Finanzierungslücken im Bereich der gewerblichen Kleinkredite zu schließen, um die unternehmerischen Potentiale voll zur Entwicklung zu bringen. Dabei geht es um Finanzierungen, die bewusst nicht nur an Bilanzen und Wirtschaftlichkeitsnachweisen vergangener Jahre anknüpfen. Für Mikrofinanzinstitute steht die Persönlichkeit, die Motivation, das Engagement des Unternehmers und letztlich die unternehmer-ische Idee im Vordergrund. Entscheidend ist dabei die Bereitschaft des Unternehmers, sein Geschäft zielstrebig und ernsthaft auf- und ausbauen zu wollen.

 


Axel Burkhardt, Geschäftsführer des Kapitalinstitut Deutschland: „Viele Banken schauen heute nur noch auf den Schufa - Score. Wir legen Wert da-rauf mit jedem unserer Kreditnehmer ausführlich über sein Vorhaben zu sprechen, um uns ein umfassendes Bild von ihm und seinem Unter-nehmen zu machen. Der Mensch steht im Mittelpunkt.“

Doch auch beim Thema Sicherheiten geht die Mikrofinanzierung neue Wege. Ohne bankübliche Sicherheiten ist es derzeit nahezu unmöglich Kredite bei Banken zu bekommen. Gezielt setzt die Mikrofinanzierung dagegen auf eine enge Zu-sammenarbeit mit den Gründern und Unter-nehmern, so dass auch nicht bankenübliche Sicherheiten individuell und flexibel vereinbart werden können. Insbesondere (Teil-) Bürgschaften z.B. aus dem persönlichen Umfeld des Gründers erhöhen i.d.R. die Chancen auf die Vergabe eines Mikrokredits, da sie zeigen, dass jemand hinter dem Kreditnehmer steht und an ihn glaubt. Bei entsprechenden Unternehmer/innen und Ideen wird in Einzelfällen auch komplett auf Sicherheiten verzichtet.

Vorteile

Mikrokredite sind flexibel, schnell und zielorientiert einsetzbar. Als alternatives Finanzinstrument ergänzt die Mikrofinanzierung die bestehende Kreditlandschaft und bietet eine Ergänzung zur klassischen Bankenfinanzierung und zu staatlichen Förderkrediten:

  • Alternativer Zugang zu Kapital.
  • Individuelle Finanzierung von Gründungs-vorhaben und bestehenden Unternehmen.
  • Kreditentscheidungen orientieren sich nicht ausschließlich an vergangenen Unter-nehmenszahlen, dem Eigenkapital oder der aktuellen Schufa-Auskunft.
  • Finanzierungen sind auch im Nebenerwerb möglich.
  • Kein Ausschluss bestimmter Branchen.
  • Gemeinschaftliche Finanzierungen mit Banken sind möglich. (Ko-Finanzierungen).
  • Laufende Betreuung des Mikrokredit-nehmers durch einen Kreditbetreuer.
  • Enger Austausch über die unternehmerische Entwicklung mit Hilfe eines Monitorings.
  • Nicht bankenübliche Sicherheiten werden individuell und flexibel akzeptiert.
  • Vergleichsweise schnelle Entscheidungen.
Vergabeprozess

Mikrokredite werden direkt bei einem Mikrofinanz-institut beantragt. Der Kontakt entsteht häufig über Beratungsunternehmen, Kammern, Behörden. In der Regel folgt die Antragstellung einem standardisierten Ablauf:

Nach dem Erstkontakt werden die Eckdaten des Kreditantrages geprüft. Wenn das Projekt finanzier-bar erscheint, werden weitere Unterlagen ange-fordert und das Vorhaben mit dem Kreditnehmer besprochen.

Fällt die Kreditprüfung positiv aus, spricht das Mikrofinanzinstitut gegenüber der GLS Bank eine Empfehlung aus, für die es gegenüber der Bank auch haftet. Der eigentliche Kredit wird von der GLS-Bank vergeben, die auch die Abwicklung übernimmt. Im Anschluss an die Gewährung wird der Kreditnehmer vom Mikrofinanzinstitut weiter begleitet. Ein Monitoring und Reporting sichert die weitere Zusammenarbeit.

 


     
 
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